Montag, 19. März 2012

Wege(n) der Menschlichkeit


Zum Landesausschuss des Jugendrotkreuzes in Sachsen am 10. und 11.3.2012 in Chemnitz stand erstmalig die Auseinandersetzung mit demokratiegefährdenden Tendenzen und deren Bedeutung für die Jugendverbandsarbeit im Fokus. "Das Rote Kreuz als Verband ist keine abgeschlossene Insel, die nicht von demokratiefeindlichen Einstellungen erreicht wird. Umso wichtiger ist es deshalb das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass es auch neben dem JRK Freizeitangebote gibt, die Abenteuer und Gemeinschaft versprechen, unterschwellig aber ideologisch und gefährlich sind", so Sebastian Krannich, Landesleiter des JRK Sachsen.

Vor allem im ländlichen Raum gilt es deshalb, verbandliche Jugendarbeit nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auch Mitarbeiter zu schulen und die Angebote stärker auf gefährdete Jugendliche auszurichten. Ob und inwieweit man sich als zur Neutralität bekennende Organisation auch öffentlich gegen Rechtsextremismus positionieren kann und wie man mit diesen Einstellungen innerhalb des Verbandes selbst umgeht, wurde kontrovers diskutiert und bleibt Inhalt zukünftiger Veranstaltungen und Projektarbeit. Ein Dankeschön an Aktion Zivilcourage e.V. und Mandy vom Team Jugendland e.V. für den spannenden Sonntagsworkshop!

Gefördert durch das Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" engagiert sich das DRK Sachsen seit Mai 2011 als Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung für Teilhabe, Toleranz und Demokratie.